bisherige Klimaschutzmaßnahmen des Landkreises

Die aufgeführten Maßnahmen wurden im Landkreis bereits durchgeführt bzw. laufen bereits:

 
 

Energiekampagne im Jahr 2004

Unter dem Motto "Richtig Modernisieren - Energie und Kosten reduzieren" hat der Landkreis Emmendingen zusammen mit den Gemeinden und der Kreishandwerkerschaft Emmendingen die Energiekampagne durchgeführt. Zwischen Juli und November 2004 wurden in 4 Kommunen Informationsabende veranstaltet sowie eine Beratungsoffensive zum Thema Energieeinsparung angeboten. Insgesamt gab es 57 Einzelberatungsgespräche. Ziel der Veranstaltungen war eine neutrale Beratung der Hauseigentümer durch Fachleute zu allen Fragen rund um die Modernisierung von Altbauten unter energetischen Gesichtspunkten. Die Energiekampagne wurde von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Emmendingen (WFG) geleitet. Kooperationspartner war die Energieagentur Regio Freiburg, unterstützt wurde die Initiative von der EnBW.

 
 

Anwendung sozialer und ökologischer Kritierien bei Auftragsvergaben

Der Kreistag hat in der Sitzung am 04.07.2011 beschlossen, dass bei den Auftragsvergaben durch den Landkreis Emmendingen künftig soziale und ökologische Kriterien bzw. Anforderungen, soweit rechtlich zulässig, berücksichtigt werden.

 
 

Stromerzeugung aus Windkraft

In seiner Sitzung im November 2011 beschloss der Kreistag einstimmig die Unterstützung des Ziels der Landesregierung, bis 2020 den Anteil der Stromerzeugung aus Windkraft auf zehn Prozent zu erhöhen. Um die zunehmende Arbeitsmenge zu bewältigen, bewilligte der Kreistag eine halbe Stelle, vorläufig befristet auf 4 Jahre.

 


Energiemanagement in kreiseigenen Liegenschaften
Das Landratsamt Emmendingen beauftragte die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) ab Oktober 2007 mit der Einführung des Energiemanagements für sechs Liegenschaften. Nach einer positiven Entwicklung der Energieverbräuche in den ersten beiden Jahren wurde das Energiemangement vom Landkreis eigenständig weitergeführt, wobei die Energieagentur Regio Freiburg zu Beginn unterstützend mitgewirkt hat.

Das Energiemangement des Landkreises wird seit 2009 in einem jährlichen Energiebericht dokumentiert. Mittlerweile umfasst der Bericht 13 Liegenschaften des Landkreises Emmendingen, darunter das Kreiskrankenhaus in Emmendingen und das Kreisseniorenzentrum in Kenzingen.

 


Wasserkraftkonzept für die Elz und die Wilde Gutach
Zur Ermittlung des noch nutzbaren Wasserkraftpotenzials wird derzeit vom Landkreis Emmendingen in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Freiburg ein Wasserkraftkonzept für die Elz und die Wilde Gutach erarbeitet.

Darin werden vorhandene, ungenutzte Querbauwerke hinsichtlich einer möglichen Wasserkraftnutzung bewertet. Es soll potenziellen Interessenten und den Behörden Anhaltspunkte liefern, an welchen Standorten eine Wasserkraftnutzung mit den Zielen des Gewässer- und Naturschutzes vereinbar erscheint.

 


Radverkehrskonzept
Der Landkreis erarbeitet derzeit ein neues Radverkehrskonzept.

Ziel ist es, das Radwegenetz zu verbessern und Lücken zu schließen. Auf der Grundlage einer umfangreichen Bestandsanalyse werden Netzlücken identifiziert und nach Dringlichkeite bewertet. Nach Abstimmung des Konzeptes mit den Städten und Gemeinden im Landkreis Emmendingen sowie den Interessensverbänden (ADFC,VCD) folgt nun noch die Abstimmung mit dem Regierungspräsidium und den benachbarten Landkreisen.

 

 

Nahverkehrskonzept und Nahverkehrsentwicklungsplan

Der Landkreis Emmendingen als Mitglied des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) fördert, unterstützt und koordiniert den regionalen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und dessen Ausbau. Ziel ist die Stärkung des ÖPNV-Angebotes im Landkreis.

Seit 1997 wird der ÖPNV in der Region im Rahmen des "Integrierten regionalen Nahverkehrskonzeptes Breisgau-S-Bahn 2005" unter der Federführung des ZRF ausgebaut. Die Nahverkehrspläne

umfassen jeweils eine Periode von 5 Jahren und sind kurz- und mittelfristige Teilschritte zur Umsetzung des Konzeptes "Breisgau-S-Bahn". Der Nahverkehrsplan von 2004 bis 2008 wurde bis 2013 verlängert, da bisher nicht alle Maßnahmen umgesetzt werden konnten. Der Weiterentwicklung in Form des Projektes Breisgau-S-Bahn 2020 wurde am 18.04.2011 im Kreistag zugestimmt.

Ein Beispiel für den erfolgreichen Ausbau des Nahverkehrs im Landkreis Emmendingen ist die 28 km lange Elztalbahn-Strecke Freiburg-Waldkirch-Elzach und zurück, die seit Dezember 2002 von der Breisgau-S-Bahn betrieben wird.

 

 

Kostenlose Nutzung des ÖPNV im Schwarzwald - KONUS-Gästekarte

Der Landkreis Emmendingen ist Mitgesellschafter der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG). Diese hat im Jahr 2005 das Mobilitätskonzept KONUS eingeführt. KONUS ist ein Verkehrskonzept, dass für eine umweltfreundliche Mobilität von Touristen steht. Mit der KONUS-Gästekarte der teilnehmenden Gemeinden können Feriengäste im gesamten Schwarzwald (von Pforzheim bis Waldshut) den gesamten öffentlichen Personennahverkehr kostenfrei nutzen. Folgende Gemeinden des Landkreises Emmendingen nehmen derzeit am KONUS-Programm teil: Bahlingen a.K., Biederbach, Elzach, Endingen a.K., Freiamt, Gutach im Elztal, Sasbach a.K., Sexau, Simonswald, Waldkirch und Winden im Elztal.

 


Integriertes Abfallbehandlungskonzept / ZAK-Verfahren

Der Restmüll aus dem Landkreis Emmendingen wurde bis zum Jahre 2005 über die Abfalldeponie Kahlenberg entsorgt. Seit dem Jahr 2005 schreibt die Gesetzgebung vor, dass Abfall nicht unbehandelt abgelagert werden darf. Deshalb wurde mit dem Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) und dem Ortenaukreis ein integriertes Behandlungskonzept entwickelt. Seit 2006 werden mit einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage im patentierten ZAK-Verfahren aus Restmüll Wertstoffe, Ersatzbrennstoffe, Mineralstoffe und Biogas zur Erzeugung von Strom und Fernwärme gewonnen.

Ansprechpartner:

Landratsamt Emmendingen
Schwarzwaldstr. 4
79312 Emmendingen
Philipp Oswald
Klimaschutzmanager
Telefon: 07641 451-1133
E-Mail: p.oswald@landkreis-emmendingen.de

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